Häufige Fragen und Antworten

Können Tigerschnegel das ganze Jahr über im Garten angesiedelt werden – wenn nicht, wann wäre der früheste/der späteste Zeitpunkt?

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Tigerschnegel sind wie alle Schnecken wechselwarme Tiere. Die Wintermonate verbringen sie in Kältestarre, vergraben im Kompost, unter Laubhaufen oder morschem Holz, und kommen erst im Frühjahr wieder an die Oberfläche. Sobald die Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt liegen - je nach Wetterlage ab Mitte März bis Mitte April - können die Schnegel in die freie Natur gesetzt werden.  Ein paar verspätete mäßig frostige Nächte schaden ihnen dann nicht mehr. Aktiv bleiben sie bis in den Oktober hinein.

Wie viele Tigerschnegel sind nötig, um die Massen von Nacktschnecken in meinem 300-qm-Garten wirksam zu bekämpfen?

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Um Massen an Schadschnecken in einem Garten wirksam zu bekämpfen, wären Massen an Tigerschnegeln nötig - und die könnte ich weder verkaufen noch würde ich dazu raten!
Zwar zählt der Tigerschnegel zu den natürlichen Feinden der schädlichen Nacktschnecken. Er jagt diese jedoch nicht gezielt, um sie zu töten und aufzufressen. 
Der Tigerschnegel ernährt sich hauptsächlich von pflanzlichem Material, er frisst aber auch Kot und Aas, raspelt bei Gelegenheit eine Portion Frischfleisch von einer vorbeiziehenden Wegschnecke ab oder räubert deren Gelege aus - was ihn alles in allem zum Nützling macht. 
Der Tigerschnegel ist nur einer von mehreren natürlichen Feinden der schädlichen Nacktschnecken wie z. B. der Igel, die Kröte, einige Käfer wie der Schwarze Moderkäfer. Je mehr davon in einem Garten vorkommen, desto eher werden die Schadschnecken zurückgedrängt, und ein ökologisches Gleichgewicht kann sich einstellen. 
Fazit: Zwei bis drei Kolonien Tigerschnegel mit ein paar Dutzend Tieren können in einem 300-qm-Garten zwar bereits hilfreich sein – eine nachhaltige Reduzierung von Massen an Schadschnecken ist allein mit dem Einsatz von Tigerschnegeln jedoch nicht zu erreichen.  

Wie lange dauert es, bis eine Anzahl von vier bis acht Tigerschnegeln – wie im Starter-Pack angeboten – zu einer Population anwächst, die sich regulierend auf das Aufkommen der schädlichen Nacktschnecken auswirken kann?

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Der Aufbau einer Schnegelpopulation, die in einem Garten auch Wirkung zeigen kann, ist kein kurzfristiges Projekt!
Es braucht mehr als einen Sommer, und hängt von verschiedenen Faktoren wie Wetterbedingungen oder örtliche Gegebenheiten ab. 
Wichtig sind gute Versteckmöglichkeiten an einem ungestörten, schattigen und feuchten Platz, das kann z. B. eine naturbelassene Ecke mit hohl liegenden Steinen und morschem Holz, eine Natursteinmauer, Hohlräume unter einer Terrasse, ein Komposthaufen u. ä. sein. 
Über die Sommermonate legt ein ausgewachsener Tigerschnegel bis zu 200 Eier ab, verteilt in mehreren Verstecken. Da jedoch viele der Eier verderben oder die Kleinen die ersten Tage und Wochen nicht überleben (kleine Tigerschnegel haben Freßfeinde oder ertrinken bei einem starken Regenguss!), wächst eine Population nur langsam. Auch kann ein sehr kalter Winter oder ein sehr heißer und trockener Sommer eine Population stark reduzieren.
Der Bewegungsradius eines Schnegels geht in der Regel nicht über 2 - 3 m hinaus. Um mit einem oder zwei startersets eine Population aufzubauen, die in einem Garten auch Wirkung zeigen kann, braucht es also neben Geduld auch passende Siedlungsplätze, die sich über den Garten verteilen und von den Schnegeln nach und nach besetzt werden.

Mir ist bewusst, dass die Tigerschnegel allein nicht die Lösung für mein Schadschneckenproblem sein können. Was kann ich noch tun, um die Massen an Nacktschnecken in meinem Garten auf ein erträgliches Maß zu reduzieren?

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Mein Rat: Fallen stellen, die Schadschnecken (anfangs täglich!) einsammeln, mit kochend Wasser übergießen und gut vergraben.
Fallen stellen heißt: 
1.) Gemüseabfälle in kleinen Häufchen im Garten verteilen, bei Regen und am Abend werden sich die Schnecken hier zuhauf einfinden. 
2.) Bretter auslegen, bei Trockenheit begießen, damit es darunter feucht und kühl bleibt, dort können die Schnecken auch tagsüber abgesammelt werden. Außerdem legen sie da auch gerne ihre Eier ab.
Mit kochend Wasser übergießen bedeutet einen schnellen Tod. Gut vergraben deshalb, weil der Verwesungsgeruch nur weitere Schnecken von weither anlocken würde.

In der Versandbox habe ich ein Gelege gefunden. Was soll ich damit machen?

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Entweder Sie deponieren das Gelege gleichzeitig mit den Schnegeln an der Stelle, wo sie sich ansiedeln sollen, locker unter Moos oder einem Stück Rinde versteckt, oder
Sie lassen das Gelege in der Versandbox (die Luftlöcher etwas zusammendrücken, evtl. weitere mit Reißzwecken hineinbohren), und halten das Ganze feucht, aber nicht zu nass. Nach etwa 3 Wochen schlüpfen die Kleinen, die dann noch 3 - 4 Wochen gefüttert werden sollten (am liebsten fressen sie in diesem Stadium Champignons und Gurke), dann können sie ebenfalls in den Garten gesetzt werden.

Ist es ratsam, die Schnegel im Gewächshaus anzusiedeln?

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Es kommt darauf an, was im Gewächshaus wächst. Der Tigerschnegel frisst zwar im Allgemeinen keine Grünpflanzen, aber eine reife Gurke oder Tomate zählt in seiner Welt zu absterbendem Pflanzenmaterial, und die frisst er sogar gerne. Im Garten richtet er zwar keinen größeren Schaden an, da er dort genug andere Leckereien findet und eine hin und wieder angefressene Gurke gemessen an seinem Nutzen nicht ins Gewicht fällt, aber in ein Gewächshaus, in dem Gemüse wächst, würde ich ihn nicht unbedingt hineinsetzen. 

Wir haben eine Igelfamilie im Garten. Fressen die Igel die Tigerschnegel nicht gleich auf?

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Die Igel fressen nur bedingt Nacktschnecken, sie schmecken ihnen nicht besonders. Und da die Tigerschnegel einen sehr zähen Schleim haben, kann man getrost davon ausgehen, dass sie von diesen erst recht das Schnäuzchen lassen. 

Vertragen sich Tigerschnegel mit den ebenfalls nützlichen Weinbergschnecken?

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Tigerschnegel fallen normalerweise nicht über andere Schnecken her, um sie zu töten und zu fressen. Sie fressen sie allerdings, wenn sie bereits tot sind. Biestig gegenüber ihren nackten Kollegen werden sie vor allem dann, wenn sie ihre eigenen Gelege vor deren Gefräßigkeit schützen wollen - dann verjagen sie die Wegschnecken mit Bissen.
Von Weinbergschnecken droht ihnen da kaum Gefahr, sie lassen sich gegenseitig in Ruhe. 

Wir haben Katzen. Werden sie die Tigerschnegel in Ruhe lassen?

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Katzen haben im Allgemeinen kein Interesse an Nacktschnecken. Andersherum könnten die Katzen bzw. deren Futter für die Tigerschnegel von Interesse sein. Katzenfutter zählt zu ihren Lieblingsspeisen! Sie sollten also, wenn Sie Tigerschnegel ansiedeln wollen, ihre Katzen nicht im Garten füttern, auch nicht in Räumen, in die die Schnegel leicht eindringen können. 

Tigerschnegel greift Wegschnecke an